Was ist CPU?

Das „Herzstück jedes Computers“ einfach erklärt

Abbildung eines Mikrochips oder CPU-Prozessors im Zentrum einer leuchtenden, blauen Leiterplatte, symbolisiert Hochleistung, Technologie und digitale Infrastruktur.

Die Abkürzung CPU steht für „Central Processing Unit“ und bedeutet ins Deutsche übersetzt so viel wie „zentrale Prozessoreinheit“. Es handelt sich bei der CPU um den Hauptprozessor, der das Kernstück jedes Computers bildet. Nur mit dieser zentralen Recheneinheit kann der Computer wichtige Befehle verarbeiten, den Datenfluss steuern oder verschiedene Abläufe im System koordinieren. Die CPU ist also für alle Berechnungen und die Funktionsweise des PCs verantwortlich. Aus diesem Grund wird sie häufig auch als „Herzstück“ oder „Gehirn“ eines Computers bezeichnet.

STACKIT ist ein deutscher Cloud-Service-Anbieter, der sichere, DSGVO-konforme Cloud- und IT-Lösungen aus deutschen und österreichischen Rechenzentren anbietet. STACKIT stellt virtuelle Maschinen und CPU-Ressourcen virtualisiert bereit, sodass Kunden flexibel und skalierbar Rechenleistung für ihre Cloud-Anwendungen nutzen können. Ursprünglich für den Eigenbedarf innerhalb der Schwarz Gruppe entwickelt, bietet STACKIT nun flexible IT-Lösungen extern an. Mit dem gezielten Fokus auf europäische Datensouveränität und unabhängig von globalen Anbietern möchte STACKIT einen maßgeblichen Beitrag zu einem digitalen Ökosystem für Wachstum und Innovation in Europa leisten.

Erklärung der wichtigsten Begrifflichkeiten zum Thema CPU

  • CPU (Central Processing Unit): Zentrale Recheneinheit (Prozessor) eines Computers, die oft als „Herzstück“ oder „Gehirn“ bezeichnet wird. Sie führt alle grundlegenden Berechnungen und Steuerungsaufgaben aus, indem sie alle Befehle ausführt und den Datenfluss koordiniert.
  • Cache: Besonders schneller Zwischenspeicher innerhalb der CPU. Der Cache speichert häufig benötigte Befehle und Daten, damit die CPU schneller darauf zugreifen kann, ohne sie jedes Mal aus dem langsameren Arbeitsspeicher (RAM) holen zu müssen. Das beschleunigt die Verarbeitung und erhöht die gesamte Leistung des Prozessors.
  • Transistoren: Winzige elektronische Schalter, die in einem Prozessor in Milliardenanzahl verbaut sind. Sie steuern den elektrischen Stromfluss und bilden so die Grundlage für alle Rechenoperationen. Je mehr Transistoren ein Prozessor hat, desto leistungsfähiger und komplexer kann er sein.
  • Ryzen: Markenname einer modernen Prozessorfamilie von AMD. Diese CPUs sind für ihre Effizienz und Leistungsstärke bekannt – sowohl bei Desktop-PCs als auch bei Laptops- und Serveranwendungen. Darüber hinaus wird die Prozessorfamilie AMD-Ryzen für das gute Preis-Leistungs-Verhältnis geschätzt und konkurriert direkt mit Intels Core-Prozessoren.
  • Core: Eigenständiger Rechenkern (Prozessorkern) innerhalb eines Prozessors. Eine CPU besteht aus mehreren Kernen, die unabhängig voneinander Aufgaben bearbeiten können. Ein moderner Mehrkern-Prozessor besitzt also mehr Kerne und erhöht somit die Multitasking-Fähigkeit sowie die Gesamtleistung des Prozessors. Ein Beispiel dafür ist ein Quad-Core-Prozessor mit vier Kernen.
  • Thread: Eine Ausführungseinheit innerhalb eines Prozesses. Ein Prozess kann mehrere Threads haben, die zeitgleich unterschiedliche Aufgaben ausführen. Moderne CPUs mit HyperThreading (bei Intel) oder Simultaneous-Multithreading-Technologien (etwa beim AMD) können pro physischem Prozessorkern mehrere Threads parallel verarbeiten, was die Effizienz und die CPU-Auslastung deutlich steigert, da Leerlaufzeiten reduziert werden.
  • Hypervisor: Software, die es ermöglicht, mehrere virtuelle Maschinen (VMs) auf einer physischen Hardware zu betreiben. Er verwaltet die Zuweisung und Ausführung von Ressourcen wie CPU, RAM und Speicher an die einzelnen virtuellen Maschinen und sorgt für deren Isolierung.
  • vCPU (virtuelle CPU): Virtuelle, softwarebasierte, vom Hypervisor bereitgestellte zentrale Recheneinheit für virtuelle Maschinen. Sie wird einer virtuellen Maschine zugewiesen und basiert auf physischen Prozessorkernen und Threads des Hosts. Die exakte vCPU-Zuordnung übernimmt der Hypervisor flexibel und dynamisch.
  • Prozessorvirtualisierung: Technologie, mit der CPU-Befehle von virtuellen Maschinen direkt auf der Hardware ausgeführt werden können. Neue CPUs von Intel und AMD unterstützen dies hardwareseitig, was die Effizienz und die Sicherheit erhöht. Dadurch können mehrere Betriebssysteme und Anwendungen unabhängig voneinander auf derselben Hardware laufen.
  • Overcommit/Überbuchung: Mehr virtuelle Ressourcen (z. B. vCPUs oder RAM) werden an virtuelle Maschinen zugewiesen, als tatsächlich physische Kerne vorhanden sind. Das ist möglich, weil nicht alle virtuellen Maschinen gleichzeitig ihre volle Leistung benötigen. Es erhöht die Auslastung, kann aber bei hoher Last zu Performance-Einbußen führen.
  • IOMMU (Input/Output Memory Management Unit): Hardware-Komponente, die Ein- und Ausgaben (Input/Output) zwischen Geräten und Speicher verwaltet. Sie ermöglicht das Zuweisen von Geräten an virtuelle Maschinen (Device-Passthrough) und schützt den Speicher vor unautorisierten Zugriffen.
  • Partitionierung: Aufteilung von Ressourcen wie Speicher, Festplatten oder CPU in mehrere voneinander unabhängige Bereiche, die dann beispielsweise mehreren VMs zugewiesen werden können.
  • Flavors: Vordefinierte Konfigurationen für virtuelle Maschinen im Cloud-Computing-Web. Ein Flavor legt fest, wie viele virtuelle CPUs, wie viel RAM (Arbeitsspeicher) und wie viel Speicherplatz (z. B. Festplattenkapazität) einer virtuellen Maschine zugewiesen werden. Wer eine neue VM anlegt, wählt einen Flavor aus, der den individuellen Anforderungen entspricht, so etwa „klein“ (wenig CPU und RAM) oder „groß“ (viel CPU und RAM). Auf diese Weise lassen sich Ressourcen effizient und optimal passend für diverse Anwendungen verteilen.

Welche Vorteile bietet CPU mit STACKIT?

Die CPU-Nutzung mit STACKIT bietet verschiedene Vorteile:

Flexibilität und Skalierbarkeit

Virtuelle Maschinen können mit unterschiedlichen CPU-Leistungen (von niedrigen bis sehr hohen Anforderungen) innerhalb kürzester Zeit bereitgestellt und bei Bedarf angepasst werden. Diverse Flavors ermöglichen ein ideales Verhältnis von CPU und RAM für verschiedene Anwendungen.

Leistungsstarke Hardware

STACKIT setzt auf innovative Intel- und AMD-Prozessoren. Für besonders hohe Anforderungen kommen leistungsfähige AMD-Server zum Einsatz, die bis zu 120 CPUs und große Arbeitsspeicherkapazitäten bieten. Dadurch lassen sich auch rechenintensive Anwendungen zuverlässig und effizient betreiben.

Einfache Verwaltung

Über das STACKIT-Portal oder per API lassen sich CPU-Ressourcen unkompliziert konfigurieren, automatisieren und verwalten – von einzelnen Komponenten bis hin zu kompletten virtuellen Rechenzentren.

Kosteneffizienz

Kunden zahlen nur für die tatsächlich reservierten und genutzten CPU-Ressourcen (Pay-as-you-go-Modell), was eine bedarfsgerechte und transparente Abrechnung der Daten ermöglicht.

Was ist die CPU konkret?

Die CPU – Central Processing Unit – ist das Kernstück bzw. der Denkapparat eines Rechners und übernimmt sämtliche grundlegende Rechenoperationen. In virtualisierten Umgebungen wird die Rechenleistung einer physischen CPU mithilfe eines Hypervisors in mehrere virtuelle CPUs (vCPUs) unterteilt, die dann einzelnen virtuellen Maschinen zugewiesen werden können. Ein moderner Prozessor von Intel oder AMD verfügt über spezielle Funktionen für hardwarebasierte Virtualisierung, sodass mehrere virtuelle Maschinen gleichzeitig effizient und sicher auf einem Host betrieben werden können.

Die Virtualisierungstechnologie gewährleistet, dass jede virtuelle Maschine isoliert arbeitet und die ihr zugewiesenen Ressourcen flexibel nutzen kann. Für eine maximale Leistungsfähigkeit und eine hohe Sicherheit ist es wichtig, dass sowohl die CPU als auch das BIOS und das Mainboard wichtige Virtualisierungsfunktionen wie Intel VT-x oder AMD-V unterstützen und diese aktiviert sind.

Auf diese Weise lassen sich in Cloud-Umgebungen kosteneffiziente und skalierbare VMs betreiben, die flexibel an die verschiedenen Anforderungen angepasst werden können.

CPU mit verschiedenen Kernen – was ist darunter zu verstehen?

Ein Prozessor kann aus mehreren Kernen bestehen, die auch als Recheneinheiten bezeichnet werden. Prozessorkerne arbeiten zwar parallel, aber überwiegend unabhängig voneinander. Daher erhöht sich in der Regel mit Anzahl der Kerne auch die Rechenleistung eines Computers.

  • Prozessoren werden abhängig von der Anzahl ihrer Rechenkerne unterschiedlich bezeichnet: Ein-Kern-Prozessoren heißen Single-Core, Zwei-Kern-Prozessoren Dual-Core und Vier-Kern-Prozessoren werden Quad-Core genannt. Es gibt auch Prozessoren mit noch mehr Kernen. Je mehr Kerne ein Prozessor besitzt, desto mehr Aufgaben kann er gleichzeitig abarbeiten und das erhöht die Gesamtleistung des Systems deutlich (je nach Software-Leistung).
  • Die Geschwindigkeit eines Prozessors wird in Hz (Hertz), MHz (Megahertz) und GHz (Gigahertz) angegeben. So kann ein Prozessor mit einer Taktfrequenz von 1 Gigahertz eine Milliarde Taktzyklen (Schaltvorgänge) pro Sekunde ausführen. Aufwendige Rechenoperationen wie beispielsweise die Division großer Zahlen benötigen häufig mehrere tausend dieser Schaltvorgänge. Heutzutage sind Prozessoren mit mehreren Gigahertz der Standard, denn damit kann eine sehr hohe Rechenleistung ermöglicht werden.
  • Zu den bekanntesten Prozessorherstellern gehören Intel und AMD. Wer einen neuen Prozessor einbauen möchte, sollte darauf achten, dass dieser kompatibel mit dem Mainboard ist. AMD- und Intel-Prozessoren unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Bauweise, vor allem bei der Anordnung der Kontaktstifte (Pins) für die Verbindung mit dem Sockel.
  • Bei AMD-CPUs befinden sich die Kontakt-Pins direkt am Prozessor, der in den Sockel des Mainboards eingesteckt wird. Bei Intel sind die Pins hingegen nicht am Prozessor angebracht, sondern im Sockel des Mainboards. Der Prozessor selbst hat in diesem Fall nur Kontaktflächen.