KUNO goes STACKIT

Der souveräne Schutzschild für den deutschen Handel

Eine rote Kreditkarte liegt auf einer dunklen Computertastatur. Auf der Kreditkarte steht ein geschlossenes, goldenes Vorhängeschloss, das die Sicherheit von Online-Zahlungen und Datenschutz symbolisiert. Im Hintergrund sind warme, unscharfe Lichteffekte (Bokeh) zu sehen.
Zwei IT-Experten präsentieren eine Case Study zum Thema souveräne Sicherheit, mit den Logos der Partner STACKIT, Interlake, EHI Retail Institute und Schwarz Digits.

Ein Meilenstein für die digitale Unabhängigkeit: Wie EHI und Interlake das nationale EC-Kartensperrsystem durch die Cloud-Migration auf STACKIT zukunftssicher machen.

Stellen Sie sich vor, Ihre Brieftasche wird gestohlen. Der erste Schritt ist natürlich das Sperren der Karten über die Zentrale Notrufnummer. Ganz nach dem Motto “Problem erkannt, Problem gebannt” scheint damit zumindest das Risiko unerwünschter Abbuchungen durch den Dieb aufgehoben zu sein. Doch leider ist es damit nicht getan.

KUNO – eine weitsichtige Idee und der Schritt in die Zukunft

Was die Wenigsten wissen: Während die Bank das PIN-Verfahren aufgrund der Sperrung blockiert, bleibt die Hintertür für das SEPA-Lastschriftverfahren offen. Kriminelle können so allein mit einer gefälschten Unterschrift weiter auf Ihre Kosten einkaufen.

Diese gefährliche Sicherheitslücke erkannte vor über 20 Jahren ein weitsichtiger Kommissar aus Niedersachsen. Er gab den entscheidenden Impuls für eine Lösung, die heute aus dem deutschen Handel nicht mehr wegzudenken ist. Das EHI Retail Institute nahm diesen Ball auf und entwickelte daraus KUNO. Als nationales EC-Kartensperrsystem bildet es seitdem das unsichtbare Sicherheitsnetz zwischen Polizei und Wirtschaft, um Lastschriftbetrug effektiv zu stoppen.

Für maximale digitale Unabhängigkeit und den Schutz hochsensibler Kunden- und Polizeidaten wollten das EHI Retail Institute und der IT-Spezialist Interlake nun einen entscheidenden Schritt nach vorne machen und auf eine souveräne Cloud-Infrastruktur migrieren.

Leuchtendes blaues Schloss auf fließenden digitalen Datenströmen als Symbol für Cybersicherheit und Datenschutz.

Die Herausforderung: Maximale Sicherheit für sensible Datenströme

KUNO ist ein national verfügbares System, das den Handel vor Zahlungsbetrug mit gestohlenen Karten schützt. Täglich werden hier hochsensible Kontoinformationen und personenbezogene Daten zwischen Polizeidienststellen, dem EHI und den Netzbetreibern des Handels bewegt. Die Komplexität des föderalen Systems in Deutschland mit 16 unterschiedlichen Landesnetzen stellt dabei enorme Anforderungen an die Schnittstellen und die Stabilität der Infrastruktur.

„Nachdem KUNO jetzt seinen 20. Geburtstag feiert, wollen wir sicherstellen, dass wir auch die nächsten zehn Jahre gut positioniert sind”, erklärt Marco Atzberger, Mitglied der Geschäftsleitung des EHI Retail Institute, die Notwendigkeit einer Migration des Systems in eine moderne Cloud-Umgebung. 

Die Herausforderung: Während der Migration durfte es auf keinen Fall zu einer Unterbrechungen kommen, da das System jederzeit verfügbar sein muss, wenn der Handel geöffnet hat. Undenkbar, dass Kriminelle einen technischen Ausfall für ihre Zwecke missbrauchen. Zusammen mit Interlake suchte das EHI daher nach einem Partner, der eine entsprechende Migration im laufenden Betrieb durchführen sowie die kompromisslose Datensouveränität nach deutschem und europäischem Recht garantieren konnte. Darüber hinaus sollte der Anbieter moderne Cloud-Technologien wie Kubernetes für eine bessere Skalierbarkeit bereitstellen können.
 

Die Lösung: Nahtlose Migration auf ein souveränes Fundament

Den idealen Partner fanden EHI und Interlake schließlich in STACKIT. Durch den Wechsel auf die souveräne Infrastruktur von STACKIT wurde KUNO technologisch komplett neu aufgestellt. „STACKIT ist für uns eine optimale Lösung, da wir dort beide Anforderungen erfüllt sehen: eine verlässliche Lösung mit hoher Verfügbarkeit und gleichzeitig die Einhaltung des deutschen und europäischen Datenschutzrechts“, so Marco Atzberger zur Entscheidung für STACKIT.

Interlake übernahm dabei die Rolle des Architekten im „Maschinenraum“. Das Team überführte die gesamte Anwendung von .NET auf .NET Core und betreibt sie nun auf einem hochmodernen Kubernetes Cluster. Sven Slazenger, Geschäftsführer von Interlake, sieht in STACKIT generell die beste Wahl für Themen der kritischen Infrastruktur.

Schloss und Deutschlandkarte

Das Ergebnis: Resilienz und Unabhängigkeit „Made in Germany“

Die reibungslose Migration auf STACKIT sicherte die uneingeschränkte Einsatzbereitschaft von KUNO in jeder Phase des Projekts. Für den deutschen Handel bedeutet das: Die Verlässlichkeit bei der Betrugsprävention blieb ohne eine Sekunde der Unterbrechung bestehen, während die technische Performance und Skalierbarkeit des Systems massiv gesteigert wurden.

Durch das Zusammenspiel aus der tiefen Prozessexpertise von Interlake und der souveränen Cloud-Infrastruktur von STACKIT ist ein digitales Fundament entstanden, das speziell auf die kritischen Anforderungen von KUNO zugeschnitten ist. Damit ist sichergestellt, dass das nationale Sperrsystem den hohen Sicherheitsstandards von Behörden und Handel heute wie auch in Zukunft kompromisslos gerecht wird. Und Sie sich beim Verlust Ihrer Brieftasche auch weiterhin keine Sorgen über unberechtigte Geldabbuchungen machen müssen– KUNO sei Dank!

Ein neuer Standard für den Handel

Mit der erfolgreichen Migration von KUNO haben das EHI Retail Institute, Interlake und STACKIT bewiesen, dass selbst hochsensible, kritische Infrastrukturen in Deutschland heute souverän und zukunftssicher betrieben werden können. „Diese Unabhängigkeit zu haben, dass wir wissen, wir können das einfach auch in einem regional übersichtlichen Raum zuverlässig betreiben, ohne dass irgendjemand dazwischenfunkt – das wird gerade bei diesen kritischen Anwendungen ein immer wichtigeres Thema”, resümiert Sven Slazenger.

Das Projekt markiert damit einen entscheidenden Wendepunkt für die digitale Selbstbestimmung im Einzelhandel. Darüber hinaus verdeutlicht es ganz klar: Digitale Souveränität ist heute das sicherste Fundament für die Innovationen von morgen.

Die wichtigsten Ergebnisse des Projekts im Überblick:

 

Digitale Souveränität & Konformität

Durch den Betrieb auf STACKIT am Standort Deutschland erfüllt KUNO die strengen europäischen Datenschutzvorgaben. Das sichert den langfristigen Schutz hochsensibler Kunden- und Polizeidaten.

Zukunftssichere Performance

Mit dem Wechsel auf eine Kubernetes-basierte Architektur wurde KUNO technologisch modernisiert. Das System ist nun deutlich flexibler und kann bei steigenden Anforderungen im Handel, wie etwa Lastspitzen im Weihnachtsgeschäft, jederzeit nahtlos und kosteneffizient mitskalieren.

Maximale Ausfallsicherheit

Durch die Migration wurde die technologische Abhängigkeit von außereuropäischen Plattformen reduziert. KUNO profitiert nun von einer autarken Infrastruktur, die höchste Verfügbarkeit für den deutschen Einzelhandel sicherstellt.

Mann mit Handy in der Hand und geöffnetem Laptop.
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