Cloud X Summit by STACKIT 2026: Europas Weg in die digitale Souveränität

Autorin: Cristina Brandtstetter, Leitung STACKIT Marketing 
Datum: 22.09.2026
Lesezeit: ca. 5 min

Keynote auf der Hauptbühne des Cloud X Summit 2026 by STACKIT vor vollbesetztem Publikum.

Key takeaways

  • Souveränität als Standard: Digitale Unabhängigkeit wird zum neuen europäischen Industriestandard.
  • Starke Allianzen: Celonis und Snowflake bringen Spitzen-Technologie direkt auf STACKIT.
  • Enterprise-Skalierung: Erfolgreicher Praxiseinsatz in KRITIS-, Verwaltungs- und Industrie-Umgebungen belegt.
  • Portfolio-Ausbau: Neues STACKIT Cloud Framework sowie erweiterte KI- und Security-Lösungen.

Am 17. September 2026 markierte der vierte Cloud X Summit by STACKIT im ausverkauften RheinMain CongressCenter in Wiesbaden einen Wendepunkt für Europas digitale Infrastruktur.Hier versammelten sich führende Köpfe aus Wirtschaft, öffentlichem Sektor und Wissenschaft unter dem Leitmotiv „Xperience. Xchange. Xplore.“.

Die oftmals rein theoretische Debatte um digitale Souveränität in Brüssel oder Berlin ist auf dem CXS 2026 greifbare Realität geworden: Das Konzept  ist kein idealistisches Nischenthema mehr, sondern auf dem Weg zu einem ein marktfähigen, wettbewerbsentscheidenden Standard für die europäische Industrie. STACKIT, die Cloud-Sparte von Schwarz Digits, spielt hier ganz vorne mit – ein Anspruch, den auch das offizielle Aftermovie eindrucksvoll unterstreicht.

Die Highlights & wegweisende Ankündigungen 2026

STACKIT demonstrierte auf dem Summit eindrucksvoll, dass das Ökosystem rasant wächst und Hyperscaler-Leistung mit europäischen Werten verbindet:

  • Ökosystem-Allianzen mit Celonis und Snowflake:
    Das strategische Leuchtturm-Signal des Gipfels: Schwarz Digits holt internationale Spitzenklasse auf die eigene Plattform. Celonis stellt seine Operational-Intelligence- und Process-Mining-Plattform künftig als Single-Tenant-Lösung direkt in der STACKIT-Infrastruktur bereit. Zeitgleich kündigten STACKIT und Snowflake eine mehrstufige Partnerschaft an: Kundendaten werden standardmäßig auf Open-Source-Basis via Apache Iceberg™ abgelegt, während die Verschlüsselungsschlüssel über das STACKIT Key Management System (KMS) vollständig in Kundenhand verbleiben.Ziel ist es, die Snowflake AI Data Plattform künftig voll nativ auf STACKIT in europäischen Rechenzentren zu betreiben.
  • Neues STACKIT Cloud Framework:
    Vorgestellt wurde ein durchdachtes Framework mit Blueprints, Playbooks und Migrationspfaden, das Unternehmen und Systemintegratoren einen erprobten Fahrplan für den Umstieg liefert. Es positioniert sichunter anderem als souveräne Alternative für Organisationen, die angesichts veränderter Lizenzmodelle nach Wegen abseits klassischer VMware-Umgebungen suchen.
  • Wachsendes KI- & Security-Portfolio:
    Von souveränen Landing Zones und VPC-Neuerungen über vertiefte Partnerschaften mit KI-Pionieren wie Aleph Alpha und Mistral AI bis hin zu Cyber Security-Lösungen (CSPM, Unified Firewall) wurde gezeigt, dass europäische Clouds kein „Feature-Vakuum“ mehr bedeuten. STACKIT setzt hierbei technologische Leitplanken für Souveränität.
  • Hochkarätige Kunden- und Sektor-Erfolge:
    Praxisbeispiele wie das derMV-Cloud (Mecklenburg-Vorpommern für Landes- und Kommunalverwaltung), der niederländischen Justizbehörde SLM Rijk, Bosch Mobility, der Charité sowie von Großunternehmen aus Österreich (u. a. Raiffeisen und PORR) zeigtenauf den Bühnen, wie STACKIT in anspruchsvollen Enterprise- und KRITIS-Umgebungen zuverlässig skaliert.
Infografik mit Kennzahlen zum Cloud X Summit 2026: Über 2.000 Teilnehmer, 63 Sessions, 47 Sponsoren und 136 Speaker.

Spezialmomente: Wenn Sicherheit und Vision aufeinandertreffen

  • Der Weckruf von BSI-Präsidentin Claudia Plattner:
    In einer vielbeachteten Panel-Runde mit Thomas Berger (Präsident des Präsidiums Technik, Logistik, Service der Polizei BW) und Harald Mannheim (Head of Defence Schwarz Digits) analysierte die Präsidentin des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Claudia Plattner,den Status quo: Souveränität und Wehrhaftigkeit seien untrennbar mit digitaler Handlungsfähigkeit verknüpft. Europas Sicherheit beruhe darauf, kritische Infrastrukturen vor Erpressbarkeit und Datenabfluss zu schützen.
  • „Sovereign-ish“ vs. echte Souveränität:
    In lebhaften Sessions, Paneldiskussionen oder Flurgesprächen spürte man den Diskussionshunger: Während manche Anbieter reine „Sovereignty-Labels“ auf fremde Architekturen kleben, zeigte der CXS 2026, was echte strukturelle Unabhängigkeit erfordert.
  • Community-Spirit & Live-Translation:
    Mit Gästen aus ganz Europa sorgten KI-gestützte Live-Übersetzungen in den Breakout-Hubs für einen barrierefreien Austausch. Die Atmosphäre vermittelte Aufbruchstimmung statt Resignation: Europa traut sich wieder etwas zu.

Warum STACKIT für reelle Souveränitätswege steht

Digitale Souveränität wird oft fälschlicherweise auf den reinen Serverstandort („Data at Rest in Germany“) reduziert. Das allein reicht keinesfalls aus. STACKIT definiert den Begriff entlang von vier Säulen:

  1. Rechtliche und geopolitische Autonomie:
    Als Tochterunternehmen von Schwarz Digits (der Digitalsparte der Schwarz Gruppe, zu der auch Lidl und Kaufland gehören) unterliegt STACKIT europäischen Gesetzen (DSGVO) und setzt alles auf eine maximale Immunität gegen extraterritoriale US-Zugriffsgesetze wie den CLOUD Act oder FISA 702.
  2. Technologische Selbstbestimmung statt Isolation:
    Wie Bernd Wagner (CSO von Schwarz Digits) betonte, bedeutet Souveränität keine digitale Abschottung, sondern vielmehr Wahlfreiheit: Offene Schnittstellen, Interoperabilität (z. B. Apache Iceberg, Kubernetes-Standards) und Single-Tenant-Modelle ermöglichen es Unternehmen, Top-Tier-Software zu nutzen, ohne die Schlüssel und Rohdaten aus der Hand zu geben.
  3. Vom Anwender für Anwender entwickelt:
    Hinter STACKIT steht kein reines Venture-Capital-Experiment, sondern die Notwendigkeit, eines der weltweit größten Handelsunternehmen mit Hunderttausenden Mitarbeitern und sensiblen Lieferketten ausfallsicher und unabhängig zu betreiben. Was im harten Praxisbetrieb der Schwarz Gruppe funktioniert, steht externen Kunden seit Längerem zur Verfügung.
  4. Sovereignty by Design:
    Architekturen wie die STACKIT Distributed Cloud und streng getrennte Landing Zones stellen sicher, dass Datenverschlüsselung, Schlüsselverwaltung und Datenflüsse strikt im Kontrollbereich des Kunden bleiben.

Wie Souveränität beim CXS 2026 erlebbar wurde

Auf dem Cloud X Summit wurde dieses Leitprinzip nicht allein in Form von Foliensätzen vorgetragen, sondern auf allen Ebenen erfahrbar gemacht:

  • Praxis-Transparenz an den Hubs: An den Product Hubs konnten Besucher live nachvollziehen, wie STACKIT KMS (Key Management), VPC-Netzwerkstrukturen und Open-Source-Runtimes ineinandergreifen. Keine „Blackbox“, sondern einsehbarer, kontrollierbarer Code.
  • Gelebte Kooperationen auf Augenhöhe: Ein Ecosystem von über 1.000 Partnern spricht für sich. Neue Partnerschaften, etwa mit Celonis und Snowflake, wurden gemeinsam mit den Spitzenmanagern der Partnerunternehmen auf der Bühne präsentiert. Hier diktiert nicht der Hyperscaler die Spielregeln, sondern europäische Standards bestimmen die Architekturvorgaben.
  • Souveräner Mittelstand & Verwaltung an einem Tisch: Ob Ministerien oder Hidden Champions aus der DACH-Region – der CXS machte deutlich, dass der Austausch auf Augenhöhe stattfindet. In Wiesbaden zeigte sich: Souveränität ists weit mehr, als ein machbares Gemeinschaftsprojekt.  Sehr konkret untermauerten das klare Use Cases und zahlreiche Referenzen, die ebenfalls online einsehbar sind. 

Der Cloud X Summit by STACKIT 2026 hat unmissverständlich klargestellt: Die europäische Cloud-Alternative ist erwachsen geworden. Sie fordert keine Kompromisse mehr bei Leistung oder Innovation, sondern bietet genau das, was Unternehmen heute dringender denn je brauchen: Verlässlichkeit, modernste Technologie und die unangefochtene Hoheit über ihre eigenen Daten.

Der nächste Cloud X Summit findet am 3. und 4. November 2027 in der STATION-Berlin statt.

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